2. und 3. Platz

Den zweiten Platz beim Wettbewerb Schwedenplatz belegte Zplus Landschaftsarchitektur (Berlin) mit Dr. Werner Rosinak (Wien).

Schaubild Platzbereich, links Baumreihe und Bänke, rechts Pergola, Menschen am Platz

Das Projekt charakterisiert eine offene Mitte, die von Osten nach Westen den gesamten Platz großzügig verbindet und ein ungehindertes Queren des Platzes in alle Richtungen ermöglicht. Verbindend wirkt der einheitliche Oberflächenbelag, der sich in die angrenzenden Straßenräume zieht. Der Platz wird durch eine frei schwingende Bänderung strukturiert. Die Bänder bilden Raumkanten und Flächenbegrenzungen aus, trennen Funktionsbereiche und übernehmen Leitfunktionen.

Eine Flaniermeile verläuft parallel zur Gebäudekante und wird durch das anschließende Funktionsband vom Platzbereich getrennt. Am Morzinplatz wird der Gedenkort durch ein umlaufendes Band mit Inschriften im Innenbereich aufgewertet. Es gibt eine zentrale Fläche westlich der Rotenturmstraße für Märkte und Kunstinterventionen sowie Kulturveranstaltungen. Am zentralen Schwedenplatz entsteht ein offener Bewegungsraum mit Sitzinseln, eine Reduktion der Kioske soll dabei unterstützen. Im Bereich der Restflächen zwischen dem Gleiskörper entstehen grüne Inseln zur Kanalisierung der Bewegungsströme zu sicheren Querungsstellen.

Tzou Lubroth Architekten, Korbwurf Landschaftsarchitektur und Werkraum Ingenieure ZT GmbH (Wien) belegten den dritten Platz.

Schaubild Platzbereich, mittig Wasserfontänen, dahinter Brückentragwerk, im Vordergrund umrunden Sitzbänke Grünflächen

Ein einheitlicher Oberflächenbelag macht das Platzensemble als Gesamtheit erlebbar. Zur Vermittlung zwischen Stadt und Fluss wird eine skulpturale Fußverkehr- und Radfahrbrücke vom Schwedenplatz über den Franz-Josefs-Kai zum Donaukanalufer gelegt. Ein bodengleiches Licht- und Möblierungsband führt vom Hotelvorplatz zum Steg und auf diesem weiter. Schilfbeete, mehrere Wasserspiele und Bodenmulden, in denen sich bei Regen das Wasser sammelt, zitieren den Donauraum. Rückzugs- und Erholungsräume unter schattenspendenden Bäumen finden sich an den Platzenden und am Platz am Fuß der Ruprechtskirche.

Zahlreiche Möblierungselemente tragen zur möglichen Belebung des Platzes bei: Holzbühne, Gemeinschaftstafel, Gemeinschaftsbar, Theke, Sitz- und Liegebank und Aussichtsplattform am Steg. Zonen für Schanigärten sind nur im Bereich des östlichen Baumkarees und des Hotelvorplatzes angeordnet sowie an der innenstadtseitigen Hauszeile. Über der Straßenbahnstation setzen prägnante Flugdächer gestalterische Akzente. Der Baumbestand wird weitgehend erhalten.

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