Anforderungen an eine Umgestaltung

Die Funktions- und Sozialraumanalyse (FSA) bestätigt, dass eine Umgestaltung notwendig ist, da Erhaltungszustand, Sauberkeit, Ästhetik und die funktionelle Zuordnung in Teilbereichen verbesserungsbedürftig sind.

Bei der Umgestaltung sind die Bedürfnisse von Bewohnerinnen und Bewohnern, Passantinnen und Passanten, Besucherinnen und Besuchern sowie der vielfältige zeitliche Rhythmus des Platzes zu berücksichtigen. Aber auch der unterschiedlichen Charakteristik der Teilbereiche soll Rechnung getragen werden.

In der Funktions- und Sozialraumanalyse wurden folgende Hinweise zur Umgestaltung verortet:

Plan mit Sprechblasen zu Hinweisen für eine Umgestaltung am Schwedenplatz zentral, Quelle: Stadt Wien – Vienna GIS Bearbeitung: kon-text 2012 Ideen zum Schwedenplatz zentral

Plan mit Sprechblasen zu Hinweisen für eine Umgestaltung am Morzinplatz, Quelle: Stadt Wien – Vienna GIS Bearbeitung: kon-text 2012 Ideen zum Morzinplatz

Neben Funktionen, die auch heute schon überwiegend gut erfüllt werden und in ihrer Funktionalität erhalten bleiben sollen, wären aus Sicht der Funktions- und Sozialraumanalyse folgende Punkte verbesserungswürdig:

Die Aufenthaltsqualität auf dem Platz

  • Schaffen überschaubarer Rückzugsräume
  • Schaffen einer Vielzahl von Sitzplätzen mit unterschiedlichen Qualitäten (sonnig und schattig, ruhig und belebt)
  • Lockere Anordnung der Sitzplätze, um das kurzzeitige Abstellen von Fahrrädern oder Kinderwägen zu ermöglichen
  • Schaffen ausreichender und funktionell gut integrierter Fahrradabstellanlagen
  • Definition von Freihaltezonen für temporäre Nutzungen
  • Reduktion anderer Nutzungen (zum Beispiel Imbissstände)
  • Umsteigeknoten für Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Verkehrs

Die funktionelle Einbindung des Platzes in sein Umfeld

  • Stärkung der Funktion Eingangstor in den 1. Bezirk für Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrerinnen und Radfahrer
  • Verbesserte Verbindung zum 2. Bezirk und zum Donaukanal für Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrerinnen und Radfahrer
  • Überarbeitung des Radwegenetzes im Umfeld und die Einbindung des Platzes in diese Netze
  • Reduktion der Barrierewirkung der Verkehrstrassen von Straßenbahn und motorisiertem Individualverkehr

Die Transitfunktion für Fußgängerinnen und Fußgänger

  • Verbesserung der Durchgängigkeit an engen Stellen
  • Schaffen von ausreichend Raum für Fußgängerinnen und Fußgänger
  • Lenkung der FußgängerInnenströme (zum Beispiel der TouristInnenbusse)

Bei der Erstellung des Leitbildes werden neben den Ergebnissen der Beteiligung auch die Ergebnisse der Funktions- und Sozialraumanalyse Berücksichtigung finden.