BürgerInnenbeteiligung im Wettbewerbsverfahren – Kurzresümee

Frau deutet auf Plakate und erklärt, Menschen schauen und hören zu

Das Wettbewerbsverfahren sah vor, dass zwischen der ersten und zweiten Wettbewerbsstufe der interessierten Bevölkerung die Möglichkeit geboten werden sollte, die ausgewählten Wettbewerbsbeiträge zu kommentieren. Die abgegebenen Wünsche und Anregungen bildeten in weiterer Folge eine wichtige Grundlage für die Empfehlungen des Preisgerichts an die Wettbewerbsteilnehmenden für die Überarbeitung und Präzisierung der 2. Wettbewerbsstufe.

Über das Wettbewerbsverfahren

Mehr als 3.000 konkrete Beiträge sind online oder in der Dialogbox vor Ort eingegangen. Ganz oben auf der Wunschliste stehen die Schaffung einer großzügigen Flanierzone und attraktiver Aufenthaltsbereiche in U-Bahn-Nähe. Das Bedürfnis nach Schatten und akustischer Abschirmung zum Verkehr sowie nach einem hohen Grünflächenanteil auf dem Morzinplatz wurde von der Bevölkerung ebenfalls klar formuliert.

Kurzresümee zum Meinungsbild

Von einer Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger wird eine parkartige Gestaltung des Bereichs westlich der Rotenturmstraße (Morzinplatz) gewünscht. Insbesondere wurde dabei auf das Bedürfnis nach Schatten und der Minderung sommerlicher Überhitzungseffekte hingewiesen. Ebenfalls wurde eine verbesserte akustische Abschirmung des Platzraums gegenüber dem angrenzenden Verkehrsraum urgiert. So fanden insbesondere jene Projektansätze breiten Anklang, die versuchten, über einen hohen Grünflächenanteil diesem Anspruch gerecht zu werden. Von den unmittelbaren Anrainerinnen und Anrainern wurde der Wunsch nach einem möglichst „ruhigen“ und „grünen Schwedenplatz“ ausgesprochen.

Urbane Platzlösungen mit einem hohen Anteil befestigter Flächen wurden mehrheitlich abgelehnt. Jene Projektbeiträge, die den „Schwedenplatz Neu“ als vielfältig bespielbare urbane Bühne auffassten und großzügige befestigte Platzlösungen ohne strukturierende Grünflächen vorsahen, wurden mehrheitlich kritisch gesehen. Zu besonders hitzigen Diskussion führte der Vorschlag hinsichtlich der Errichtung eines durch horizontale Stege erschlossenen vertikalen Gartens am neuen Schwedenplatz.

Verkehrsorganisation

Breite Zustimmung fanden die geplanten verkehrsorganisatorischen Maßnahmen: Rückbau des Franz-Josefs-Kais auf vier Fahrstreifen, Verschwenkung der Straßenbahngleise im Bereich des Morzinplatzes Richtung Straßenband. Sie fanden als Rahmenbedingung bei allen sechs präsentierten Wettbewerbs-Zwischenergebnissen Berücksichtigung.

Gewürdigt wurden dabei die dargelegten Möglichkeiten, den Platzraum im Bereich Morzinplatz wesentlich zu erweitern und auch die Ein- und Ausstiegsstellen der Busse für Touristinnen und Touristen neu zu ordnen. Die Verlegung der Haltestelle des Flughafenbusses Richtung U-Bahn-Station Schwedenplatz und die Schaffung eines würdigen Gedenkortes vor dem Leopold-Figl-Hof wurde nahezu durchwegs positiv gesehen. Im Rahmen der Gespräche in der Dialogbox wurden diesbezüglich auch konkrete Gestaltungsideen und –wünsche angesprochen.

Anbindung an den Donaukanal

Die vorgeschlagenen Maßnahmen zur verbesserten Erreichbarkeit des rechten Donaukanalufers wurden unterschiedlich beurteilt. Die optionalen Steg- und Rampenanlagen fanden vielfach Gefallen, andererseits führten sie aber auch zu kontroversiellen Debatten.

Flanierzone und Neuordnung der Kioske

Weitestgehender Konsens herrschte hinsichtlich des Ziels der Reduktion beziehungsweise Neuordnung der Kioske im Zentralbereich des Schwedenplatzes. Das Ausbilden einer großzügigen Flanierzone wie auch attraktiver Aufenthaltsbereiche im Nahbereich der U-Bahn-Station wurden vielfach gefordert. Auch die in den einzelnen Wettbewerbsbeiträgen vorgeschlagenen Maßnahmen zur Neuordnung der Übergangsbereiche über die Straßenbahngleise oder angedachte Überdachungen der Haltestellenbereiche wurden großteils begrüßt.